Arten von Schlafstörungen

Schlafstörungen können akut (vorübergehend) oder chronisch (langanhaltend) sein. Akute Schlafstörungen sind häufiger und entstehen oft durch Stress, können aber chronisch werden. Neben Schlafstörungen gibt es schlafbezogene Erkrankungen wie Schlafapnoe, Narkolepsie, zirkadiane Rhythmusstörungen (z. B. Jetlag, Schichtarbeit), Parasomnien (z. B. Schlafwandeln) und das Restless-Legs-Syndrom, das den Schlaf durch Bewegungsdrang stört.

„Schlafstörung“ wird oft als Sammelbegriff für verschiedenste Formen von Schlafproblemen verwendet. Allerdings ist es nicht so einfach: Es gibt mehr als nur eine Art von Schlafstörung.

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

„Schlafstörungen“ sind Ihnen vielleicht ein Begriff, aber haben Sie schon einmal von akuten und Chronischen Schlafstörungen gehört?

Dabei handelt es sich um zwei Arten von Schlafstörungen, wobei sich Fälle von akuten Schlafstörungen mit der Zeit zu Chronischen Schlafstörungen entwickeln können.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Typen besteht darin, wie lange Ihre Schlafprobleme schon andauern.

Viele von uns haben Phasen, in denen sie nicht schlafen können. Jedoch geht es bei manchen Menschen darüber hinaus – ihre Schlafstörungen halten über Monate oder sogar Jahre an.

Wenn jemand unter akuten Schlafstörungen leidet, liegt das in der Regel an einem bestimmten Auslöser. Ein solcher Auslöser kann z. B. Stress bei der Arbeit, Geldsorgen oder Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen sein. Sobald diese Auslöser verschwinden oder etwas Zeit vergangen ist, können die meisten Menschen wieder schlafen.

Was kommt häufiger vor? Akute oder Chronische Schlafstörungen?

Akute Schlafstörungen sind weitaus häufiger. In Europa ist ungefähr jeder Dritte jedes Jahr von neu auftretenden oder akuten Schlafstörungen betroffen. Etwa 1 von 10 Personen leidet unter Chronischen Schlafstörungen. Zudem ist wichtig zu wissen, dass aus akuten Schlafstörungen mit der Zeit auch Chronische Schlafstörungen werden können.

Wie unterscheiden sich Schlafstörungen von anderen Formen schlafbezogener Erkrankungen?

Wussten Sie, dass die Chronische Schlafstörung eine von etwa 100 verschiedenen schlafbezogenen Erkrankungen ist?  Und von diesen 100 Erkrankungen gilt die Chronische Schlafstörung als die häufigste.

Werfen wir einen Blick auf einige der anderen bekannten schlafbezogenen Erkrankungen, von denen Sie vielleicht schon gehört haben.

Schlafstörungen werden entweder definiert als akut, d. h. weniger als drei Monate anhaltend, oder als chronisch, d. h. drei Monate oder länger anhaltend.

Es gibt viele verschiedene Arten von schlafbezogenen Atmungsstörungen, wie zum Beispiel die obstruktive Schlafapnoe. Dabei kommt es zur Einengung oder Verlegung der Atemwege während des Schlafs, was dazu führt, dass die betroffene Person nicht atmen kann und plötzlich aufwacht.

Die Symptome schlafbezogener Atmungsstörungen sind denen von Schlafstörungen sehr ähnlich: Viele Menschen berichten über morgendliche Müdigkeit, Reizbarkeit, Gedächtnisverlust und Probleme bei der Arbeit.

Narkolepsie ist eine berüchtigte, aber seltene Krankheit, bei der die betroffene Person ganz plötzlich einschläft.

Eines der Hauptmerkmale der Narkolepsie ist die übermäßige Tagesmüdigkeit, ein Symptom, das auch bei vielen Menschen mit einer Chronischen Schlafstörung auftritt.

Die klassische Narkolepsie geht mit Anfällen einher, bei denen Betroffene die gesamte Muskelkontrolle verlieren. Diese Anfälle können durch Ausbrüche starker Emotionen wie Lachen oder Wut verursacht werden.

Unser Körper arbeitet in der Regel nach einem 24-Stunden-Zeitplan, der auf die Tageslichtmenge reagiert.

Deshalb ziehen es die meisten Menschen vor, nachts ins Bett zu gehen und nicht tagsüber. Manchmal wird diese innere Uhr des Körpers, der sogenannte zirkadiane Rhythmus, gestört und durcheinandergebracht.

Wenn Sie bereits Langstrecke und über mehrere Zeitzonen geflogen sind, haben Sie vielleicht schon einmal einen Jetlag erlebt. Dabei handelt es sich um eine häufige, aber vorübergehende Störung des zirkadianen Rhythmus. Diese ist darauf zurückzuführen, dass sich unsere innere Uhr nicht kurzfristig umstellt. Das bedeutet, dass Ihr Körper mehrere Tage lang an der Uhrzeit des Ortes festhält, von dem aus Sie geflogen sind.

Und dann gibt es noch die Arbeit außerhalb des regulären Zeitfensters von 9 bis 17 Uhr. Nachtschichten und unregelmäßige Arbeitszeiten sind für Menschen üblich, die in der Sicherheitsbranche, im Gastgewerbe und im Gesundheitswesen arbeiten. Menschen, die solche Arbeitszeiten haben, leiden oft unter Symptomen von Schlafstörungen wie Einschlafstörungen und übermäßiger Schläfrigkeit am Tag.

Kennen Sie jemanden, der schlafwandelt? Schlafwandeln ist eine Form der Parasomnie, einer Gruppe von Schlaf-assoziierten Störungen.

Menschen mit Parasomnie können beispielsweise unter einem „Nachtschreck“ leiden oder während des Schlafens übermäßig essen, ohne sich später daran zu erinnern, dass sie aufgestanden und in die Küche gegangen sind.

Schlafwandeln tritt normalerweise im dritten Stadium des Nicht-REM-Schlafs auf. Menschen können dabei aufstehen und herumlaufen oder sogar im Schlaf Musikinstrumente spielen. Dies kann nicht nur für die Betroffenen selbst störend und gefährlich sein, sondern auch für die Personen, mit denen sie sich ein Zimmer teilen.

Schließlich gibt es noch das sogenannte „Restless-Legs-Syndrom“, das Syndrom der unruhigen Beine. Menschen mit dieser Erkrankung verspüren nachts einen starken Drang, ihre Beine zu bewegen.

Das Syndrom ist mit einem unangenehmen Kribbeln in den Beinen verbunden, das nur durch Bewegung der Beine gelindert werden kann.

Die Beschwerden des Restless-Legs-Syndroms führen insbesondere nachts häufig zu Schlafproblemen, die sich zu Schlafstörungen entwickeln können.

Referenzen

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DE-IDS-00128, Juni 2026

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