Ohne Schlaf können wir nicht leben!
Schlaf ist für alle Lebewesen ebenso wichtig wie Nahrung, Wasser und Luft. Erwachsene benötigen etwa sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht, wobei die Schlafqualität entscheidend ist.
Häufiges Aufwachen kann die Erholung beeinträchtigen und langfristig die Gesundheit schädigen. Schlaf ist individuell und sollte regelmäßig bewertet werden, um herauszufinden, wie viel Schlaf man benötigt. Schlaf beeinflusst nahezu jeden Aspekt der Gesundheit und erfolgt in komplexen 90-minütigen Zyklen mit vier Hauptphasen, die für das Wohlbefinden wichtig sind.
Warum ist Schlaf eigentlich so wichtig?
Schlaf ist essentiell und beeinflusst beinahe jeden Aspekt der Gesundheit und des Wohlbefindens:2
Warum ist Schlaf eigentlich so wichtig?
Schlaf ist essentiell und beeinflusst beinahe jeden Aspekt der Gesundheit und des Wohlbefindens:
Hirnfunktionen
Schlaf hilft uns beim Denken und unterstützt dabei, Lernprozesse und unsere Erinnerungen abzuspeichern.
Wenn wir zu lange wach sind, kann all dies negativ beeinflusst werden.
Stoffwechsel
Es gibt Hinweise darauf, dass der Körper unseren Blutzuckerspiegel und Hormone, die z. B. das Hungergefühl während des Tages regulieren, besser kontrollieren kann, wenn wir ausreichend schlafen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Schlafmangel ein Risikofaktor für Übergewicht ist.
Immunsystem
Schlaf hilft unserem Immunsystem. Studien zufolge weisen Erwachsene, die jede Nacht ausreichend schlafen, ein geringeres Risiko auf, Infektionen zu bekommen, und sprechen besser auf Impfungen an.
Psychische Gesundheit
Schlechter Schlaf verringert unsere Fähigkeit, unsere Gefühle und Impulse zu steuern. Schlafmangel verstärkt das Gefühl von Sorgen und verschlimmert sogar Depressionen.
Hirnwachstum, Reparaturprozesse und allgemeine Erholungsfunktionen
Egal ob für die Heilung von Verletzungen oder das natürliche Haarwachstum – Schlaf ist für die Neubildung, die Reparatur und die Erholung aller Zellen unseres Körpers unerlässlich.
Das passiert, wenn wir schlafen
Schlaf ist etwas sehr Komplexes. Es handelt sich nicht um einen einzigen, linearen Prozess, sondern um eine komplexe Abfolge von etwa 90-minütigen Zyklen, die vier Hauptphasen durchlaufen.
Jede dieser Phasen ist wichtig, weil unser Denken, unsere Gefühle und sogar unsere allgemeine körperliche Gesundheit beeinflusst werden können, wenn die Phasen zu kurz sind.
Jede Schlafphase hilft uns auf unterschiedliche Weise. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie ausreichend lange schlafen, damit Ihr Gehirn in jedem Zyklus alle Phasen durchlaufen kann und Sie sich tagsüber ausgeruht fühlen.
Hier das Beispiel einer normalen Nacht mit allen Schlafzyklen
Die verschiedenen Schlafphasen
Einschlafphase (N1)
Diese Phase ist – wie der Name schon sagt – der Übergang vom Wachsein zum Schlafbeginn.
Ihre Muskeln sind noch leicht angespannt, d. h. Sie haben sich noch nicht völlig entspannt und Sie atmen regelmäßig. Diese Phase dauert in der Regel eine bis fünf Minuten, d. h. sie macht weniger als 5 % eines 90-minütigen Schlafzyklus aus.
Leichtschlafphase (N2)
In der Leichtschlafphase sinken Herzfrequenz und Körpertemperatur ab. Das Gehirn gibt kurze Aktivitätsimpulse von sich. Der Körper bereitet sich so auf die Tiefschlafphase vor.
Diese Phase dauert im ersten Schlafzyklus etwa 25 Minuten und wird mit jedem weiteren Zyklus länger, bis sie schließlich etwa 45 % des gesamten Schlafs ausmacht.
Diese Schlafphase unterstützt unser Gedächtnis.
Tiefschlafphase (N3)
In der Tiefschlafphase ist es am schwierigsten aufzuwachen. Manche Menschen lassen sich auch durch Geräusche mit einer Lautstärke von über 100 Dezibel nicht wecken! Der Tiefschlaf macht in der Regel etwa 25 % des Schlafs aus, aber mit zunehmendem Alter neigen Menschen dazu, weniger Zeit im Tiefschlaf und stattdessen mehr Zeit im Leichtschlaf zu verbringen.
Im Tiefschlaf werden Zellen repariert und das Immunsystem gestärkt.
Traumschlaf (REM)
Die Schlafphase, an die sich Menschen erinnern, ist die Traumphase. Fast alle Muskeln, mit Ausnahme der Augen- und Atemmuskulatur, sind völlig entspannt und bewegen sich nicht.
Beim Träumen ist die Atemfrequenz unregelmäßig. Im ersten Schlafzyklus einer Nacht kommt man in der Regel nicht in die REM-Phase, selbst im zweiten Zyklus, dauert die REM-Phase meist nur 10 Minuten. Von Zyklus zu Zyklus nimmt die Dauer jedoch zu, sodass ein Erwachsener in der Regel etwa 2 Stunden pro Nacht im REM-Schlaf verbringt.
Die REM-Schlaf-Phase unterstützt die Lernprozesse im Gehirn.
Übersicht über die Dauer, die ein Erwachsener typischerweise in jeder Schlafphase während der Nacht verbringt
Wieviel Schlaf ist notwendig?
Die meisten Erwachsenen benötigen 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht, aber auch die Schlafqualität ist entscheidend.
Wenn Sie oft aufwachen und schwer wieder einschlafen, kann Ihr Schlaf nicht erholsam sein. Langfristig kann Schlafmangel die Gesundheit beeinträchtigen.
Schlaf ist individuell. Reflektieren Sie Ihre Gesundheit, Aktivität und Gewohnheiten:
- Wachen Sie erholt auf?
- Sind Sie tagsüber aktiv und energiegeladen?
- Können Sie konzentriert arbeiten?
- Schlafen Sie an freien Tagen länger?
Wenn Sie sich diese Fragen stellen und beantworten, kann Ihnen das helfen herauszufinden, wie viel Schlaf Sie brauchen.
Möchten Sie mehr über die Ursachen von Chronischen Schlafstörungen erfahren?
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